Vier grüne Vorsätze für ein nachhaltigeres 2022

Zahl des Monats

Laut einer repräsentativen Umfrage von YouGov und Statista gab 2021 jede*r sechste Deutsche an, zukünftig umweltbewusst leben zu wollen: Wir stellen vier grüne Vorsätze für ein nachhaltigeres 2022 vor.

1 – Zu Ökostrom wechseln

Ein grüner Neujahrsvorsatz, der sich mit ein paar Klicks im Internet schnell in die Tat umsetzen lässt, ist der Wechsel hin zu Ökostrom – also Strom, der durch erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Wasser oder nachhaltig produzierter Biomasse gewonnen wird. Aber Vorsicht: Einige Atom- und Kohlestrom-Anbieter stellen über „grüne“ Partnerfirmen zwar Ökostrom zur Verfügung. Mit dem Strombezug bei solchen Unternehmen unterstützen Kund*innen jedoch indirekt die Produktion von Atom- und Kohlestrom. Bei der Auswahl des Anbieters sollten Sie deshalb unbedingt darauf achten, dass dieser mit einem vertrauenswürdigen Siegel, wie bspw.  Grüner Strom Label, Öko Test oder TÜV Nord ausgezeichnet ist.

2 -Weniger Fleisch und mehr saisonale, regionale Kost konsumieren.

(Massen-)Tierzucht gilt als besonders umweltbelastend. Sie verbraucht horrende Mengen an Wasser und Land und verursacht deutlich mehr Treibhausgasemissionen als pflanzliche Nahrungsmittel. Laut Berechnungen der Umweltschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) entsteht durch die Produktion von 1 kg Schweinefleisch beispielsweise gleich viel CO2 wie bei der Produktion von 7 kg Mais.

Doch nicht nur beim Fleischkonsum können Konsument*innen wichtige Stellschrauben drehen – auch bei der Wahl von Obst und Gemüse kann einiges beachtet werden. Denn wer saisonale und regionale Lebensmittel isst, spart eine Menge CO2. Der Grund: Obst und Gemüse, das in Treibhäusern gezüchtet oder aus Übersee eingeflogen wird, hat aufgrund von hohen Energiekosten und langen Transportwegen einen deutlich schlechteren ökologischen Fußabdruck als heimische Ware. Was das konkret bedeutet, zeigt das Umweltbundesamt am Beispiel des Apfels.

3 – Konsum reduzieren und gebraucht kaufen (Kleidung, Elektronik, Möbel, Bücher)

Second Hand ist en vogue. Neben klassischen Flohmärkten gibt es heutzutage eine Vielzahl an Online-Auktionshäusern mit riesigem Angebot – darunter Vinted und Sellpy. Der Umwelt kommt es zugute: Wer eine Jeans Second Hand statt neu kauft, spart nach Angaben des SWR  bis zu 10.000 Liter Wasser.

Über Anbieter wie Medimops, ReBuy oder Booklooker können Interessierte gebrauchte Bücher günstig erwerben und die Umwelt entlasten. Und auch in der Elektronik-Branche tut sich etwas, wie Refurbed zeigt. Neben kostbarem Wasser werden durch die Wiederverwertung von Laptop, Mobiltelefon und Co. weitere endliche Ressourcen, wie seltene Erden und Metalle, geschont.

4 – Nature Cleaning (Müllsammeln)

Auf Wiesen, an Seeufern, in Parks oder im Wald: Überall findet man weggeworfenen (Plastik-)Müll. Vor allem für die Tierwelt stellen achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, Plastiktüten oder Getränkedosen eine große Gefahr dar. Aber auch unser Grundwasser wird in Mitleidenschaft gezogen. Denn durch die Witterung werden Schadstoffe und Chemikalien freigesetzt, die dem Wasser nur durch aufwendige Aufbereitungsmaßnahmen wieder entzogen werden können. Die Gefahren sind also vielschichtig.

Nature Cleaning könnte zur Lösung des Problems beitragen: Wenn jede*r von uns pro Woche nur ein einziges Teil aufheben würde, würde das in der Summe schon einen großen Unterschied machen. Einige besonders motivierte Menschen haben aus dem Müllsammeln sogar eine Sportart gemacht: das Plogging.

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