15 Dinge, die sich in 15 Jahren Nachhaltigkeitsberatung
verändert haben

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Am 01. März 2022 feierte Scholz & Friends Reputation sein 15-jähriges Bestehen. Unsere Geschäftsleitung Christiane Stöhr und Dr. Norbert Taubken hat dies zum Anlass genommen, die Entwicklungen der letzten Jahre Revue passieren zu lassen.

1 –Vom Spendenscheck zur sozial-ökologischen Transformation.

Unternehmerische Verantwortung zeigte sich früher häufig über Spenden und Sponsoring. Heute wird Nachhaltigkeit auf die Geschäftsstrategie bezogen. Unternehmen sind damit zum wichtigen Gestalter einer nachhaltigen Transformation geworden.

2 – Von der Alibi-Abteilung zur Stabsstelle.

Nachhaltigkeitsabteilungen fristeten früher gern ein separiertes Dasein ohne echte Befugnisse. Heute ist die Dringlichkeit des Themas in den Führungsetagen angekommen. Entsprechend sichern Stabstellen den direkten Draht zur Geschäftsführung.

3 – Vom CSR-Award zum ESG-Rating.

Die Auszeichnung des Unternehmensengagements durch einen CSR-Award war früher die wichtigste Erfolgsmeldung für die Zuständigen. Heute zählt das Abschneiden bei ESG-Ratings, die Unternehmen anhand vergleichbarer Kennzahlen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung bewerten, zu den zentralen Erfolgsfaktoren. Denn Finanzakteure treffen Investitionsentscheidungen in Milliardenhöhe – und das zunehmend auch nach der nichtfinanziellen Leistungsstärke eines Unternehmens.

4 – Von Freiwilligkeit zum Smart Mix. 

Viele Bereiche von Nachhaltigkeit folgten früher freiwilligem Engagement oder einer Selbstverpflichtung von Unternehmen. Heute hat sich der Raum für Freiwilligkeit deutlich verändert, die verpflichtenden Anteile im „Smart Mix“ aus Regulierung und Selbstregulierung werden gewichtiger. Aktuelle Beispiele: Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG) und die EU-Taxonomie. 

5 – Vom Shareholder Value zum Stakeholder-Kapitalismus.

Der Börsenboom forcierte, dass Geschäftsentscheidungen früher fast ausschließlich an den Interessen der Anteilseigner ausgerichtet wurden. Heute rufen Meinungsbildner die Ära des „Stakeholder-Kapitalismus“ aus: Unternehmen wägen bei allen Weichenstellungen ihre eigenen Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Interessen unterschiedlicher Anspruchsgruppen ab.  

6 – Von der eigenen Haustür zur globalen Wertschöpfung.

Verantwortung haben Unternehmen früher vor allem innerhalb der Grenzen ihrer Organisation übernommen. Heute müssen komplexe Wertschöpfungsketten in Nachhaltigkeitsstrategien eingebunden werden. Der Blick richtet sich auf die Herkunft von Vorprodukten und Rohstoffen und wie die eigene Einkaufspolitik Einfluss nehmen kann. Das aktuelle Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz forciert diese Entwicklung und will so Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden global verringern.

7 – Vom Bäumepflanzen zur Klimaneutralität.

Die Umstellung auf Energiesparlampen oder Recyclingpapier war früher richtig und ist es noch heute. Gleiches gilt, wenn Mitarbeitende in Baumpflanzaktionen eingebunden werden. Heute besteht die wichtigste Aufgabe im Umweltbereich aber darin, sich langfristige Ziele zu setzen. Eine Net-Zero-Strategie für Klimaneutralität muss dann mit effizienten Maßnahmen und Meilensteinen hinterlegt werden.

8 – Von der Wegwerfwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft.

Bilder von Plastikstrudeln in den Ozeanen und unkontrollierten Deponien in Afrika prägen heute unser Bewusstsein über unsere planetaren Grenzen. Unternehmen reagieren hierauf wie auch auf den entsprechenden EU-Aktionsplan, indem sie versuchen, lineare Wirtschaftsmodelle in Kreisläufe zu überführen. 

9 – Vom Diesel-Laster zum Lastenrad.

Auf unseren Straßen wurden die meisten Güter früher über Diesel-Fahrzeuge bewegt. Heute gibt die Mobilitätswende eine neue Richtung für die Logistik vor: weg vom Verbrenner hin zu Hybrid- und Elektromobilität. Und in Innenstädten sehen wir inzwischen auch Lastenräder und Modellprojekte mit Drohnen für die Zustellung von Paketen.

10 – Vom Lippenbekenntnis zum Anti-Bias-Training.

Lippenbekenntnisse zur Förderung von Frauen oder für mehr Vielfalt im Unternehmen gab es auch früher reichlich. Heute sind durchdachte Strategien für mehr Chancengerechtigkeit gefragt. Entsprechend sind gendersensible Sprache, barrierefreie Arbeitsplätze, Frauenquoten und Unconscious Bias Trainings in vielen Unternehmen angekommen.

11 – Vom „Mitarbeiter des Monats“ zur Innovationskultur.

Besonderes Engagement wurde auch früher in vielen Unternehmen gewürdigt. Heute geht es darum, notwendige Transformationen nicht nur durch kluge Ideen, sondern auch durch eine etablierte Innovationskultur zu unterstützen. Für ihren Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen setzen diese auf agiles Arbeiten, ein neues Führungsverständnis, Beteiligungskonzepte und die Förderung von Vielfalt.

12 – Vom Reformhaus zum Lifestyle.

Früher gab es das Klischee von den Öko-Hippies, die nur im Reformhaus einkaufen. Heute gilt der Kauf von Lebensmitteln in Bio- und Demeterqualität als verantwortungsbewusst und angesagt. Und auch im Modebereich sind Ökolatschen, Jutebeutel und Aluminiumflaschen inzwischen trendy Accessoires.

13 – Von Geiz-ist-geil zur Sinnstiftung.

Bei Kaufentscheidungen spielte früher der Preis die zentrale Rolle, gefolgt von Qualität und Service. Heute prägen Minimalismus und Achtsamkeit, Sharing Economy und Regionalität unser Einkaufsverhalten. Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen werden zu sinnstiftenden Alternativen für Geiz-ist-geil und Fast-Fashion.

14 – Vom Kalbsschnitzel zum Veggie-Patty.

Das Stück Wurst oder Fleisch gehörte früher zu jedem Essen dazu. Heute boomt der Markt für vegane und vegetarische Fleisch- und Milchalternativen. Die Gründe sind vielschichtig: Sie liegen in der eigenen Ethik begründet, in der persönlichen Gesundheitsförderung oder im Klima- und Ressourcenschutz.

15 – Von drei zu 30 Friends bei Scholz & Friends Reputation.

Für unseren Start im Jahr 2007 bot Scholz & Friends den drei Gründer:innen einen verlässlichen Rahmen, um das Geschäft sorgfältig aufzubauen. Heute gehört Scholz & Friends Reputation zu den etablierten Nachhaltigkeitsberatungen im deutschen Markt. Inzwischen gestalten mehr als 30 Friends die Zusammenarbeit mit Kunden und anderen Bereichen der internationalen Agenturgruppe.

Für Rückfragen und Anmerkungen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung: reputation@s-f.com. Wir freuen uns auf den persönlichen Austausch!

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