Das neue Gesicht der Nachhaltigkeit – drei Trends für das Jahr 2030

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Wir haben für Sie in die Glaskugel geschaut. Wie wird sich nachhaltiges Handeln in Unternehmen, wie werden sich die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Gesellschaft verändern? Hier unsere Prognosen:

Wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln sind untrennbar miteinander verbunden.

Ohne Nachhaltigkeit keine Akzeptanz für Unternehmen und ihre Produkte. Diese grundlegende Verknüpfung wirkt sich auf viele unterschiedliche Bereiche der Wirtschaft aus.

    • Für den Kapitalmarkt gilt diese Aussage, weil sich nachhaltigkeitsbezogene Risiken erhöhen und Chancen noch mehr als bisher sofort ergriffen werden sollten.
    • Umfassende Nachhaltigkeitsleistungen werden vom Gesetzgeber gefordert: Entsprechende Regulierungen und Gesetze werden verabschiedet oder verschärft – national wie international. Dieses umfasst grundlegende Anforderungen wie Reporting oder Nachhaltigkeitsmanagement sowie das Umgehen mit spezifischen Themen wie Klima, Menschenrechte oder Biodiversität. Unternehmen werden hierzu detailliertes Fachwissen aufbauen müssen.
    • Die Erwartungen von Kapitalmarkt und Regulierung werden konsequent an die Partner in den regionalen und globalen Lieferketten weitergegeben (B2B).
    • Im B2C-Bereich ist Nachhaltigkeit 2030 unabdingbar, weil Kund:innen sie schlichtweg einfordern.
    • Bei Mitarbeitenden-Bindung und Recruiting steht Nachhaltigkeit hoch im Kurs, da sie als identitäts- und sinnstiftendes Merkmal den Kampf um die besten Köpfe entscheidet.
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Im Nachhaltigkeitsreporting gibt es kein „one size fits all“ mehr.
Aus dem ehemals umfassenden Nachhaltigkeitsbericht sind verschiedene kleinere Formate der Nachhaltigkeitskommunikation geworden. Sie sind auf die Interessen und Mediengewohnheiten bestimmter Zielgruppen ausgerichtet, für jede Branche gibt es eine andere Ausrichtung und branchenspezifische Vorgaben. Alle Informationen des Unternehmens werden in einem zentralen Content Hub zu Nachhaltigkeit gebündelt.

    • Nicht-finanzielles Reporting hat sich aufgrund der Regulierung durch die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vollständig in den Lagebericht verlagert.
    • Die Global Reporting Initiative (GRI), für Berichte lange ein Quasi-Standard, hat an Bedeutung verloren. Statt dessen orientieren sich alle an den Vorgaben der neuen europäischen Berichtsstandards (ESRS).
    • ESG-Faktenblätter für Investoren gehören zu den Standardinformationen.
    • Kunden:innen und andere Stakeholder fühlen Unternehmen noch stärker auf den Zahn und fordern Informationen ein. Unternehmen haben sich kreative Formate dafür überlegt, wie sie ihre Stakeholder auch jenseits des Reportings über ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen informieren.

Es kommt zu einer Renaissance des gesellschaftlichen Engagements.
Lange stand gesellschaftliches Engagement bei Unternehmen eher auf Prioritätsstufe 3, war auch im Nachhaltigkeitsbericht nachgeordnet wichtig. Der Fokus lag auf der Transformation des Kerngeschäfts. Aufgrund der Fülle an Herausforderungen in der Welt hat sich die Bedeutung von geschäftsbezogener Strategie und gesellschaftlichem Engagement inzwischen angeglichen.

    • Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der UN rücken immer mehr in den Fokus – und damit auch der Beitrag, den ein Unternehmen leistet, um einzelne Ziele zu erreichen. Als wichtigstes Kriterium für sinnvolles Engagement gilt der „Impact“ des Unternehmens.
    • Es entstehen immer mehr Allianzen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Die verschiedenen Kräfte werden gebündelt, um möglichst effizient die großen Aufgaben unserer Zeit anzugehen.
    • Engagement beeinflusst das Vertrauen der Menschen in Marken. Deren Bedeutung in der Welt ist greif- und erlebbarer geworden. Durch gemeinsame gesellschaftliche Ziele entsteht Bindung. Entsprechend schärfen Marken ihren „Purpose“ oder sinnhaften Zweck.
    • Diese Entwicklung hat sich auch auf die Arbeitgebermarke übertragen. Gesellschaftliches Engagement hilft dabei, Beschäftigte stärker zu binden. Denn Haltung und echter Veränderungswille werden von guten Arbeitgeber:innen erwartet.

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